Tipps für den Weihnachtseinkauf in Polen

Die Adventszeit lädt zum Einkaufsbummel ein. Einige kaufen die Geschenke in den Läden, andere bestellen die Überraschungen für ihre Angehörigen und Freunde lieber im Internet. Auch über Landesgrenzen hinaus wird eingekauft. Was müssen Verbraucher beachten, die Geschenke bei polnischen Anbietern kaufen?

Schöne Weihnachtsgeschenke findet man sowohl auf der deutschen als auch auf der polnischen Seite der Oder. Für einen Einkaufsbummel in Polen können deutsche Verbraucher die ganzen Wochenenden einplanen, da die größeren Läden samstags meist bis 21 Uhr und sonntags bis 20 Uhr offene Türen haben.

Auch in Polen können Verbraucher eine mangelhafte Ware kostenlos reparieren lassen oder gegen eine mangelfreie Ware umtauschen. „Im Weihnachtsfieber sollte man daher nicht vergessen, den Zahlungsbeleg mitzunehmen und ihn sorgfältig aufzubewahren“, rät Katarzyna Trietz vom Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrum in Frankfurt (Oder). Denn dieser dient als Nachweis des Kaufs, wenn das ergatterte Geschenk Mängel aufweist.

Hat sich das Geschenk als Fehlkauf erwiesen, muss der Verbraucher leider damit leben. Denn in Polen gibt es – genauso wie in Deutschland – kein generelles Umtauschrecht. „Man ist vielmehr auf die Kulanz des Händlers angewiesen“, klärt die Juristin auf. Daher sei es ratsam, den Verkäufer vorher zu fragen, ob man die Ware auch ohne Gründe zurückgeben kann. Das sollte man sich am besten auf dem Kaufbeleg bestätigen lassen.

Wer Geschenke im Internet besorgt, kann sich bei Nichtgefallen grundsätzlich auf das Widerrufsrecht berufen. Jedoch muss man sich in diesem Fall schnell entscheiden, ob man die Ware behält oder nicht. Nach polnischem Recht beträgt die Widerrufsfrist nämlich nur zehn Tage. Da man beim grenzüberschreitenden Online-Shopping in der Regel längere Lieferzeiten in Kauf nehmen muss, sollten deutsche Verbraucher jedoch nicht zu spät bestellen.

 

10.12.2012