Urlaub in Polen

Unser Nachbarland lockt im Sommer wieder viele Urlauber aus Deutschland an. Das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) der Verbraucherzentrale Brandenburg hilft mit Reisetipps für Polen, Problemen gut informiert vorzubeugen.

Die Masuren sind ein beliebtes Reiseziel bei deutschen Urlaubern. Auch die europäische Kulturhauptstadt 2016 Wrocław (Breslau) lockt in diesem Jahr besonders viele Besucher mit ihren zahlreichen Angeboten. „Reserviert man Hotelzimmer übers Internet, sollte auf eine genaue Leistungsbeschreibung geachtet werden. Außerdem ist es sinnvoll, keine oder nur eine geringe Anzahlung zu leisten“, empfiehlt Katarzyna Trietz vom Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrum: „Am besten lässt man sich beides schriftlich bestätigen“. Es empfiehlt sich immer, die Wahl der Unterkunft gut zu überlegen, denn der Kunde hat keinen gesetzlichen Anspruch darauf, eine Online-Buchung kostenfrei zu stornieren. Man sollte sich bei dem Anbieter im Vorfeld informieren, ob und unter welchen Bedingungen die Rücknahme der Buchung trotzdem möglich ist.

Was können Verbraucher tun, wenn die im Internet gebuchte Unterkunft den Erwartungen nicht entspricht? Gerade im Ausland fühlt man sich in solchen Fällen oft hilflos. Trietz kann auch hier helfen: „Reisemängel sollten Verbraucher sofort dem Vertragspartner am besten schriftlich anzeigen und Abhilfe innerhalb einer angemessenen Frist verlangen.“ Wurde die Unterkunft nicht direkt, sondern im Rahmen einer Pauschalreise gebucht, kann man innerhalb 30 Tagen nach der Rückkehr noch Reisepreisminderung wegen Mängeln beim Reiseveranstalter verlangen.

Übrigens: Noch bis zum 2. August müssen Reisende nach Polen mit Grenzkontrollen rechnen. Grund dafür ist der Weltjugendtag, der vom 26. bis 31. Juli in Krakau stattfindet. „Wer an der Veranstaltung nicht teilnehmen möchte, sollte die Besichtigung dieser schönen Stadt lieber auf einen anderen Termin verlegen“, rät Trietz. In dieser Zeit werden nämlich bis zu 1,5 Mio. Besucher erwartet. Staus sowie verstärkte Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel sind vorprogrammiert.

 

25.07.2016

 

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